Einfache Sprache für erfolgreiche Webtexte: Klare Worte, klare Botschaft

Oft hört man den Einwand, dass einfache Sprache den Inhalt banalisiert und kluge Leser verärgert. Manche AutorInnen verwenden aus Gewohnheit einen akademischen Ton und versuchen, die LeserInnen mit komplexen Sätzen und auffälligem Vokabular zu beeindrucken. Die falsche Vorstellung, dass lange Sätze und große Worte dafür sorgen, dass man professioneller klingt, führt zu großen Einbußen bei der Lesbarkeit und Glaubwürdigkeit.
Tatsächlich hat sich bisher noch nie jemand darüber beschwert, dass ein Text zu leicht verständlich sei.

Einfache Sprache für Webtexte

Lernen Sie Ihr Publikum kennen.
Eine grundlegende Praxis für gutes Schreiben besteht darin, Ihre Zielgruppe zu identifizieren, bevor Sie schreiben. Je mehr Sie über Ihre Zielgruppe wissen, desto besser können Sie Ihre Texte so gestalten, dass sie ihren Bedürfnissen und Erwartungen entsprechen.

Berücksichtigen Sie das Leseniveau Ihres Publikums, das Vokabular, mit dem es vertraut ist, und die Fragen, die es beantwortet haben möchte. Dann schreiben Sie für dieses Publikum. Vermeiden Sie es, „für alle“ zu schreiben. Wenn Sie für alle schreiben, schreiben Sie für niemanden.

Wählen Sie Wörter, die Ihrem Publikum bekannt sind.
Verwenden Sie Wörter, die Ihrem Publikum vertraut sind, statt ausgefallener oder komplizierter Ausdrücke. Wenn Sie Fachbegriffe verwenden müssen, die Ihre Leser möglicherweise nicht kennen, erläutern Sie diese zunächst.

Verwenden Sie kurze Sätze und Absätze.
Seien Sie prägnant. Wenn Sie dieselben Ideen in weniger Worten vermitteln können, tun Sie es. Vermeiden Sie unnötige Sprache, die der Botschaft nur wenig Wert verleiht – selbst wenn Sie für ein gut gebildetes Publikum schreiben.

Reduzieren Sie den Text auf das Wesentliche.
Einen Text auf das Wesentliche zu reduzieren, erfordert Anstrengung und Liebe zum Detail. Schreiben Sie Entwürfe und überarbeiten Sie sie, bis Sie unnötige Wörter entfernt haben. Sätze sollten nicht mehr als 15–20 Wörter umfassen. Kommunizieren Sie eine Idee pro Absatz. Es ist in Ordnung, Absätze zu haben, die nur ein bis zwei Sätze enthalten, solange sie die Idee des Absatzes klar erläutern.

Verwenden Sie die Web-Formatierungsregeln.
Gut formatierte Inhalte helfen Menschen aller Leseniveaus, auch hochqualifizierten LeserInnen. Bewährte Webformatierungstechniken lenken die Aufmerksamkeit auf die wichtigsten Elemente Ihres Textes und verbessern dessen Lesbarkeit deutlich. Sie helfen Menschen dabei, Seiten schnell zu scannen und auf für sie relevante Bereiche zuzugreifen.

Effektive Web-Formatierungungen sind:

  • Fügen Sie die wichtigsten Punkte in die ersten beiden Absätze der Seite ein.
  • Verwenden Sie Überschriften und Zwischenüberschriften.
  • Beginnen Sie Überschriften und Zwischenüberschriften mit den Wörtern, die die meisten Informationen enthalten.
  • Verwenden Sie Aufzählungslisten und Tabellen, um komplexe Inhalte zu vereinfachen.
  • Fügen Sie bei längeren Artikeln eine explizite Übersicht oder Zusammenfassung hinzu.  ❦

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